Mausetot

Seit ein paar Tagen lag auf unserem Hof eine tote Maus. Die Katze wird sie da hingeschleppt haben, und dann ist ihr wohl der Appetit vergangen. Die Maus lag da und wurde immer kleiner, und dann fiel auch noch der Regen auf sie. Das kleine Maul stand ein wenig offen, der Schwanz lag kläglich auf … [Weiterlesen…]

Regenwürmer, schon wieder

Da schrieb ich neulich über die sterbenden Kriecher, und das ziemlich mitleidslos, und schon tun sie mir leid. Gerade am Wochenende trieb es die rosa Gesellen wieder in Scharen aus ihren Erdlöchern. Einen riesigen Vertreter seiner Art nahm ich vorsichtig in die Hand und legte ihn (haltet Euch fest) auf einen Maulwürfshügel. Schön lockere Erde … [Weiterlesen…]

Tschilp

Nach den Regengüssen der letzten Tage schaut der Frühling wieder munter um die Ecke. Der Bauer hat einen riesigen Tanklaster Gülle auf unsere Spazierwiese gefahren – gut, dass es geregnet hat, nun können wir da wieder ohne tränende Augen langlaufen. Sonne und Wind lecken Wiesen und Äcker trocken und an den Mirabellenbüschen schauen schon ganz … [Weiterlesen…]

Schwitzen

Nun ist es schon ein Jahr her, dass die böse, finstere Depression ihren Klammergriff um mein Herz langsam gelockert hat. Im Februar 2019 war ich schon in einer Tagesklinik angekommen und lernte langsam, wieder Freude zu empfinden. Viele halfen mir dabei: Meine Freundinnen und Freunde, meine Kinder, mein Exmann, meine Mutter… Aber ich half mir … [Weiterlesen…]

Regentag

Seit gestern Abend pfeift der Wind ums Haus und Regen schlägt gegen die Fenster. Weil ich einen Hund habe, kann ich mich nicht drinnen verkriechen, sondern muss für lange, nasse Runden raus in die Natur. Der Regen spielt. Mal ist er fein und sprüht mir ins Gesicht, mal klatscht er in dicken Tropfen auf meinen … [Weiterlesen…]

Das Splittern von Holz

Jetzt, im Winter, wenn es draußen kalt ist, gehen die Leute in den Wald. Sie machen Holz. Wenn es friert, können sie auch in die Moore und dort aufräumen. Der Winter ist die Zeit der Ernte. „Holz wärmt dreimal“ lachen die Männer und werfen dicke Stücke von Stämmen auf den Holzspalter oder den Hackklotz. Ist … [Weiterlesen…]

Rammelnde Rüden

Der Herbst hält Einzug im Wendland – er lässt Waschbären zu kleinen Knochen- und Fellhaufen zerfallen, bedeckt die Wiesen mit Nebelschwaden und Laubteppichen und gibt mir das Gefühl, jeden Tag eine Tafel Schokolade essen zu müssen. Fett isoliert. Das weiß man ja. Gerade bin ich zu Besuch bei Freunden an der Schlei. Dieser Meeresarm der … [Weiterlesen…]

In der Dunkelheit

Seit ich im Wendland lebe, gehe ich gern in rabenschwarzer Nacht spazieren. Wer das noch nicht ausprobiert hat, wird es nicht nachvollziehen können: Die Nacht umfängt den Spaziergänger mit ihrem rabenschwarzen und doch durchsichtigen Mantel. Alle Geräusche sind nah und doch fern. Die Welt verändert ihren Aggregatzustand. Man ist ganz allein und doch seltsam verbunden … [Weiterlesen…]

Fickende Fliegen

Beginnen zwei oder mehr Worte mit dem gleichen Buchstaben, dann ist das eine Alliteration. Ich weiß noch, als ich in meine Wohnung zog: Da hieß es im Dorf, mein Vermieter sei politisch sehr am rechten Rand zu verorten. Das machte mir etwas Sorge, ich wollte keinen Nazi-Vermieter. Es nutzte aber nichts, ich brauchte ein Zuhause, … [Weiterlesen…]