Land

Wir waren gestern im Freibad. Das Freibad in Groß Wittfeizen ist ein Kleinod: Eingebettet in einen Kiefernwald, von einem Verein liebevoll zum Naturbad umgebaut. Keine blauen Kacheln, kein Chlor, stattdessen Holzstege und grünes, klares Wasser, das nach See duftet und ein paar Schilfbeete, die das Wasser klären. Wir kommen gern her und wir sind Vereinsmitglieder. … [Weiterlesen…]

Sommersachen

Heute beim Laufen im Regen kreuzte eine kleine Schnirkelschnecke meinen Weg. Es gibt sie hier zu Hauf, aber heute konnte ich mich bei ihrem Anblick genau an den Zauber erinnern, den eine solche Schnecke auf mich ausübte, als ich ein kleines Mädchen war. Das helldunkel geringelte Haus, die zielstrebig ausgestreckten Fühler. Das kühlfeuchte Gefühl, wenn … [Weiterlesen…]

Sommer, drei

Es ist kühl geworden. Ab und zu kommt eine dicke Wolke angeflogen, dann gibt es einen Platzregen, der sich gewaschen hat. Auf dem Fahrrad wurde ich kürzlich nass bis auf die Haut. Dann plötzlich scheint wieder die Sonne. Der Wind pfeift ums Haus und lässt die dicht belaubte Pappel hinter der Scheune rauschen. Auf dem … [Weiterlesen…]

Sommer, zwei

Die Spatzen sitzen im Getreidefeld und fressen sich die Bäuche voll. Sie hängen an den Halmen, und fahre ich vorbei, dann stiebt eine Horde tschilpender Federbälle aus dem Feld und flattert vor mir her. Sie sind im Rausch, das Leben ist schön. Die Linde an der Hofeinfahrt ist über und über mit Blüten bedeckt. Der … [Weiterlesen…]

Sommer

Im Wald bei Metzingen, versteckt hinter einer Wegbiegung, wächst eine Gruppe Fingerhüte. Dutzende Pflanzen, mannshohe Blütenkerzen in pink, lila und weiß. Still ist es hier, nur die Mücken surren und stolz stehen die Fingerhüte da. Wie ein kleines Wunder ist das. Wo kommen die alle her? Auf der Straße dreht sich eine Daune im Wind. … [Weiterlesen…]

Warm

Der Tag fing mit Nebel und Kühle an. Grauer Himmel, graue Schleier über den Wiesen. Tröpfchen an den Grashalmen, nasse Schuhe beim Spaziergang. Der Hund mag das Wetter, weil alles mehr riecht als sonst. Er hat die Nase am Boden und jagt Fährten nach. Hierhin, dorthin. Dann sieht er, dass ich einen Stock aufgehoben habe, … [Weiterlesen…]

Trocken

Schon seit vier Wochen hat es nicht mehr geregnet. Noch im März hatten wir reichlich Niederschlag. Dicke Pfützen standen auf den Feldern, die Regenwürmer (ihr erinnert Euch vielleicht) suchten ihr Heil in der Flucht. Ich freute mich, denn ich weiß: Das Grundwasser muss nach dem trockenen Sommer und dem niederschlagsarmen Winter aufgefüllt werden. Doch nun, … [Weiterlesen…]

Diese ganzen kleinen Wunder

Nichts ist los hier auf dem Land. Wie überall ruht das Leben, wir sind ein bisschen wie Dornröschens Schloss in groß. Die Kinder hocken in meinem Auto und spielen „verreisen“. Sie fahren ins Kino, ins Schwimmbad, sie lassen es krachen. Ich wandere derweil durch den Garten, laufe mit dem Hund über Wiesen und Felder und … [Weiterlesen…]

Käfersex

Leute, Ihr wisst, ich habs mit kopulierenden Tieren. Es fällt mir einfach auf, ich kann nicht wegsehen. Im Moment sind es die Feuerwanzen. Sie laufen über die Straße, während der Feuerwanzenmann die Feuerwanzenfrau begattet. Sie vorwärts, er rückwärts. Oder umgekehrt. Sie machen das stunden-, manchmal tagelang. Eine meiner frühen Kindheitserinnerungen ist es, dass ich diese … [Weiterlesen…]