Zimt und Curry

Wir haben Erntezeit im Wendland, immer noch. Das Getreide ist längst runter, aber es sind noch viele Kartoffeln in der Erde, und die Roder schieben sich gemächlich über die Äcker, während obendrauf die Ernteleute stehen und sortieren: Steine, Unkraut, halbtote Kröten (ja, leider!) und sonstiger Kram raus, die schönen gelben Kartoffeln dürfen weiterfahren und landen … [Weiterlesen…]

Nachbarschaft

Seit zwei Wochen wohne ich nun in meiner neuen Wohnung, und hier und da lerne ich neue Menschen kennen. Manche schenken mir Äpfel, manche gehen ein Stück spazieren mit mir, und einige haben mir schon ihre spannende Geschichte erzählt. In meiner Wohnung fehlte eine Zimmertür, die alte war bei dem Versuch eines Jugendlichen, im Hause … [Weiterlesen…]

Wendland, anders

Fährt man aus Zentral-Wendland heraus Richtung Uelzen, dann verändert sich die Landschaft. Die Wiesen sind saftiger, die Felder größer. Die Höfe haben prächtige Backsteinhäuser und sind von Feldsteinmauern umgeben. Hier herrschte offensichtlich Wohlstand, als die Landwirtschaft noch das tonangebende Geschäft war. Ich bin nun mitten in diese Gegend gezogen. In Gülden gibt es eine alte … [Weiterlesen…]

Alles auf Anfang

Noch drei Tage, dann ziehe ich um. Noch drei Tage packen, planen, Listen und Schilder schreiben. Noch drei Tage Abschied von einem Ort, an dem ich gerne gelebt habe und an dem ich gern geblieben wäre. Aber das Leben denkt sich gern lustige Volten aus, und so werde ich nun in einem Ort mit Märchennamen … [Weiterlesen…]

Den Teufel auf den Fersen

Als Mädchen las ich ein Buch des Ausnahmesportlers Louis Zamperini. Er nahm 1936 an den Olympischen Spielen in Berlin teil, geriet als US-Soldat in japanische Gefangenschaft und fand nach seiner Freilassung nur schwer ins Leben zurück. Er rannte und rannte, und das tue ich jetzt auch. Mag so vieles in meinem Leben gerade schief und … [Weiterlesen…]

Über die Kraft von Ritualen

Seit Beginn meiner Depression begleitet mich oft am Morgen beim Aufwachen ein Gefühl der Bangigkeit. Ich mache mir Sorgen, manchmal diffus, manchmal konkret. Wie wird alles werden? Was bringt der Tag? Warum steht mein Leben so sehr Kopf? Ich weiß: Das ist normal. Es geht vorbei. Was wirklich toll gegen die Morgenangst hilft: Mein Morgenkaffee-Ritual. … [Weiterlesen…]

Alles drin

Am vergangenen Samstag haben wir unseren ganzen Plunder auf einen Lastwagen geworfen (natürlich nicht allein, wir haben sehr viel Plunder) und nach Küsten gefahren. Dort haben wir alles in die Tenne gestopft, und da stehen jetzt: Schränke, Regalböden, Gießkannen, olle Pflanzpötte, Roller, Fahrräder, natürlich haufenweise Kisten (Kisten in Küsten, hihi) und hier und da ein … [Weiterlesen…]

Unser Haus ist ein Insektenhotel

Gestern habe im beim Rundgang um’s Haus festgestellt, dass sich ein paar putzige Wildbienen im Gebälk über dem Gästebad eingenistet haben. „Ach, lass sie doch“, dachte ich großzügig, „die Kinder müssen ja eh den Umgang mit Krabbeltieren lernen“. Dann wollte Henning nachsehen, warum über einem der Küchenfenster der Sturz feucht ist. Beim Aufstellen der Leiter … [Weiterlesen…]

Anfang

Hier sitze ich in meiner Küche zwischen Kisten und Kästen mitten im Umzugschaos und überlege, wie alles anfing. Mit dem Wendland und mit uns. Wir haben uns vor langer Zeit verliebt in diesen Landstrich, der dünnbesiedelt an der ehemaligen Zonengrenze liegt und ein bisschen alte Zeit in unser schnelles Leben gerettet hat. Auf dem Weg … [Weiterlesen…]