Fred Ferkel

Ich habe manchmal so einen Hunger nach unvernünftigen Süßigkeiten. Nach Dreck, nach Schweinerei. Wie gut, dass es Fred Ferkel gibt! Die kleinen rosa Gummigesichter aus der pinken Plastiktüte machen mich glücklich. Ich kann sie rauschhaft in mich hineinstopfen, aber halt! Zuerst müssen die kleinen, Gummi-Ohren abgeknabbert werden. Die sind etwas fester als der Rest des … [Weiterlesen…]

Fixe Tippelei

Neulich, als die Tage noch kühl und verregnet waren, trafen wir uns vor dem Büro des Holzvolks, um eine Gesellin, die in Hohenvolkfien bei Jan und Isi ihre Ausbildung zur Zimmerin erfolgreich abgeschlossen hatte, beim „Losgehen“ zuzusehen. Die junge Frau brach auf zu „drei kurzen Jahren und einem langen Tag“. Auf Wanderschaft, auf die Walz, … [Weiterlesen…]

Kiefernzapfen

Der Wald um das Dorf Gülden ist in den sieben Monaten, die ich jetzt hier lebe, mein zweites Wohnzimmer geworden. Jeden Morgen und jeden Nachmittag streife ich mit dem Hund und den Kindern durch die Mischwälder mit Fichten und Kiefern, Birken, Buchen und Eichen. Jetzt, im Mai, wagen hellgrüne Grashalme sich durch die Laubdecke, die … [Weiterlesen…]

Riesenpuzzle

Sieben Jahre lang wohnte ich in einem Dreiständer-Fachwerkhaus, das Zimmerleute aus dem Wendland im Jahr 1777 aus dicken Eichenbalken gebaut haben. Im Fachwerk der Küche sieht man noch heute die römischen Zahlen, die die Handwerker als Markierung mit dem Stemmeisen oder der Axt ins Holz geschlagen haben. Das Werk von Menschen zu sehen, die seit … [Weiterlesen…]

Roller Coaster

Ich sitze in meiner Küche und vor meinem Fenster hüpft ein Vogel herum. Er sammelt Material für sein Nest. Ich weiß nicht, was für ein Vogel das ist. Er ist klein und grau und hat eine schwarz-weiße Musterung. Hübsch sieht das aus. In seinem Schnabel hat er Federn und Moos gesammelt und das lässt ihn … [Weiterlesen…]

Schnappes

Wenn meine Freundin Nadja und mich Aussteigerphantasien plagen, weil die Kinder in ihrer Schule mit Kreide werfen und ich den ewigen Geldmangel leid bin, dann stellen wir uns vor, dass wir die Güldener Schnapsbrennerei zu neuem Leben erwecken. Feine Brände wollen wir herstellen und eine kleine Bar einrichten, in der man dann Hochprozentiges verkosten kann. … [Weiterlesen…]

März vorbei

Der März hat seinem Ruf, der November des Frühlings zu sein, alle Ehre gemacht, sieht man mal von drei bis vier Sonnentagen ab. Auch der April ist kalt, er ärgert mich mit Schnee und kaltem Wind, der mir an Jacke und Mütze rupft und die kalte Luft in meinen Kragen pustet. Ich gehe dennoch jeden … [Weiterlesen…]

Frauentag

Heute ist internationaler Frauentag. Der achte März wurde in der DDR groß gefeiert. Ich erinnere mich an meine Mutti, die mit roten Wangen und etwas verschwitzt spät am Abend nach Hause kam. Sie hatte mit ihrem Kollektiv im VEB Lampen in Neustadt ein bisschen gefeiert. Es gab süßen Sekt und ein Likörchen und eine Rede … [Weiterlesen…]

Von Feminismus und Silberfischchen

Ich saß gestern schlaftrunken auf meinem Klo und … naja, ihr wisst schon. Und während ich da so saß und vor mich hinstarrte, flitzten kleine, stromlinienförmige, silberne Tierchen über meinen Badezimmerfußboden: Silberfischchen! Die flinken, flügellosen Insekten haben es gern warm und feucht, sie leben in Abflussrohren oder verstecken sich tagsüber in dunklen Ecken, hinter Tapetenleisten … [Weiterlesen…]

Im Wechsel

Das Jahr geht zu Ende und ich blicke zurück. Es war ein gutes Jahr, das kann ich sagen. Es ist viel passiert, und am Ende haben die Dinge sich gefügt, so dass ich mich zufrieden zurücklehnen kann. Niemand aus meinem Umfeld ist krank geworden. Der Exmann ist glücklich verliebt, die Kinder sind fröhlich und haben … [Weiterlesen…]