Nix für schwache Nerven

So ein Labrador ist ein ganz tolles Tier: Nervenstark, freundlich, verspielt, geduldig. Und: verfressen. Die tägliche Portion Trockenfutter vertilgt meine Hündin Wilma morgens nach dem ersten Spaziergang im Handumdrehen. Und dann ist den Rest des Tages Kohldampf angesagt. Die Arme sucht und schnüffelt und hat inzwischen so ihre Quellen. Seit wir im Frühling in meine … [Weiterlesen…]

Morgenkaffee

Die Tage werden kürzer, der November ist schon mitten dabei, mit all seinem Grau und Nebel und Raureif schlechte Laune zu verbreiten. Ich friere und mag morgens gar nicht aufstehen, weil es im Bett viel besser ist als draußen. Ich muss aber: Die Kinder wollen zur Schule und in den Kindergarten und der Hund wartet … [Weiterlesen…]

Schon wieder Pferde

Weil ich im Moment sehr viel Zeit habe, verbringe ich meine Tage auf dem Ponyhof meiner Freundin Piri. Wir misten zusammen aus, schaufeln Gerste aus großen in kleine Säcke, führen Pferde von A nach B und reiten gemeinsam aus. Es ist ein feines Leben, das ich da gerade führe. Heute habe ich mir leider mit … [Weiterlesen…]

Sulaika

Ich habe es ja schon geschrieben: Es wird Herbst. Diese Jahreszeit ist für mich, die ich an einer hartnäckigen Depression leide, eine böse Jahreszeit. Es ist schwierig, den Kopf oben zu behalten und nicht einfach in die watteweiche Traurigkeit hinüber zu gleiten. Nichts ginge mehr, außer schlafen und traurig sein. Essen geht nicht, lachen geht … [Weiterlesen…]

Herbst und Tränen

Okay. Lasst es mich sagen, wie es ist: Ich hatte einen miesen Tag. Warum? Weil mein Leben gerade mal wieder Kabolz schlägt. Alles geht drunter und drüber und ich fühle mich damit gar nicht wohl. Zunächst ist da die Arbeit: Ich habe meine Festanstellung als Redakteurin verloren, weil ich meinem narzisstischen Chef die Stirn geboten … [Weiterlesen…]

Metamorphose

An der Straße, die vom Waddweitzer Kreisel nach Prießeck und weiter nach Clenze führt, liegt seit einigen Tagen ein überfahrener Waschbär. Wohlgenährt und ohne sichtbare äußere Verletzungen. Ich sehe ihn jeden Tag, wenn ich mit dem Fahrrad meine Hunderunde mache. Erst war er einfach ein totes Tier. Der Hund schnüffelte interessiert, ließ ihn dann liegen. … [Weiterlesen…]

Dunkel

Ich saß in meiner Küche, der Wein war ausgetrunken und das Leben zu schön, um einfach schlafen zu gehen. Ich hörte Lana del Rey und erinnerte mich daran, wie schön es ist, in der Dunkelheit umherzuspazieren. Ich streifte meine Regenjacke über, zog die schwarzen Gummistiefel an und ging hinaus in die Nacht. Still war das … [Weiterlesen…]

Hühnerhabicht

Ich ging gestern mit meinem Hund über die Wiesen spazieren. Ganz in der Nähe liegt das Dorf Diahren, und hinter diesem Dorf hat ein Hühnerbauer sein Federvieh. Die glücklichen Viecher dürfen über üppig grüne Wiesen laufen und sehen ziemlich zufrieden aus. Lachshühner sind es, mit cremefarbenem Gefieder und lustigen Backenbärten. Sie scharren nach Würmern und … [Weiterlesen…]

In der Dunkelheit

Seit ich im Wendland lebe, gehe ich gern in rabenschwarzer Nacht spazieren. Wer das noch nicht ausprobiert hat, wird es nicht nachvollziehen können: Die Nacht umfängt den Spaziergänger mit ihrem rabenschwarzen und doch durchsichtigen Mantel. Alle Geräusche sind nah und doch fern. Die Welt verändert ihren Aggregatzustand. Man ist ganz allein und doch seltsam verbunden … [Weiterlesen…]

Daten flitzen

Neulich, am 12. Oktober, war es mal wieder so weit: Das Internet war alle. Das glauben nur Menschen, die auch hier im Wendland leben, aber sowas gibt es wirklich. Wenn man eine 14jährige Tochter hat, die aus nostalgischen Gründen pausenlos „Die drei Fragezeichen“ auf Spotify hört oder sich Anleitungen für das Herstellen von Papier (hier … [Weiterlesen…]