Anfang

Hier sitze ich in meiner Küche zwischen Kisten und Kästen mitten im Umzugschaos und überlege, wie alles anfing. Mit dem Wendland und mit uns.

Wir haben uns vor langer Zeit verliebt in diesen Landstrich, der dünnbesiedelt an der ehemaligen Zonengrenze liegt und ein bisschen alte Zeit in unser schnelles Leben gerettet hat. Auf dem Weg zu meiner Oma fuhr ich von Hamburg aus durchs Wendland, fuhr unter alten Buchen und Eichen entlang und staunte.

Wir waren zu Besuch im Wendland, sind auf der „Kulturellen Lanpartie“ mit dem Fahrrad durch Rundlinge gerollt und haben Wendland-Nippes gekauft.

Wir haben aber auch die Castor-Proteste begleitet und uns über das offene „Willkommen!“ der Einheimischen gefreut, die dankbar waren für Hilfe von anderswo.

Und nun haben wir ein Haus gekauft. Ein niedersächsisches Hallenhaus, Baujahr 1777. Der Vorbesitzer hat bei der Sanierung schon ordentlich vorgearbeitet, so dass wir fast gleich einziehen können. Es müssen nur noch gefühlte 1000 qm Wandfläche geweißt werden und dann sind da noch die zwei Schlafkammern unterm Dach… Über die denke ich lieber erstmal nicht nach.

Aber in nichtmal einer Woche ziehen wir um. Aus der großen Hansestadt mitten in die Pampa. Hier will ich berichten, wie es uns ergeht. Und davon, wie ein eingefleischter Stadtmensch auf dem Lande überlebt. So ganz ohne den täglichen Irrsinn.

One Comment

  1. Man muss ja den guten alten Hesse nicht immer wieder in voller Länge mal Breite strapazieren, aber das jeden Anfang ein Zauber innewohnt, stimmt schon.

    Und wenn das Haus der Anfang ist, seid ihr ja wohl jetzt der Zauber.

    Ich wünsche euch ein verzaubertes Ankommen und Aneignen – und dass ein Segen auf eurem Haus liege!

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