Unser Haus ist ein Insektenhotel

Gestern habe im beim Rundgang um’s Haus festgestellt, dass sich ein paar putzige Wildbienen im Gebälk über dem Gästebad eingenistet haben. „Ach, lass sie doch“, dachte ich großzügig, „die Kinder müssen ja eh den Umgang mit Krabbeltieren lernen“. Dann wollte Henning nachsehen, warum über einem der Küchenfenster der Sturz feucht ist. Beim Aufstellen der Leiter entdeckte er ein Hummelnest über dem Küchenfenster, auch im Gebälk. Und als er wieder runterkletterte, umschwirrten ihn ein paar genervte Wespen, die hatten es sich unter dem Küchenfenster bequem gemacht. Eichenholz scheint doch nicht so hart zu sein.

Dann haben wir noch den Efeu von der Südwand gerissen, und waren nicht mehr verwundert, als ein weiterer Wespenschwarm zornig sein Einflugloch verteidigte. Wenn wir ganz ohne zu suchen so viele Wohngemeinschaften entdecken, möchte ich gar nicht so genau wissen, was wir wohl finden würden, wenn wir uns richtig anstrengten.

Ist nicht schlimm, ich wollte schon immer so ein hübsches kleines Insektenhotel mit ganz vielen Löchern drin für unseren Garten. Nun haben wir ein riesengroßes. Ich hoffe, wir vertragen uns gut.