Der Mais steht gut

Henning behauptet, das sei eine meiner liebsten agrikulturellen Bemerkungen. Und das stimmt, denn es fühlt sich gut an, wenn ich mich fachmännisch zum Thema Landwirtschaft äußern kann. Und der Mais steht wirklich gut, ich sehe das!

Inzwischen sind Weizen, Hafer, Gerste und Roggen auf vielen Feldern geerntet, wir durften riesengroße Mähdrescher bestaunen, die auf den Landstraßen ihr Mähwerk als Anhänger hinter sich herziehen, weil sie sonst gar nicht durchs heimische Scheunentor passen würden.

In der Zeitung las ich vor zwei Tagen eine Anzeige: „Bauern, pressen!“ Was sich wie eine indiskrete Aufforderung zum Klogang liest, ist in Wirklichkeit die Bitte der organisierten Atomkraftgegner, das Stroh, das bei der Getreideernte anfällt, nicht unterzupflügen, sondern in Ballen zu pressen und für die Widerständler im November bereit zu stellen. Die benutzen das Stroh dann, um im Freien darauf zu schlafen und sich in den kalten Nächten warm zu halten. Ich bin gespannt, ob es wieder so viel Unterstützung für die Atomkraftgegner geben wird wie im letzten Jahr. Wir sind sicher wieder dabei.