Morgenkaffee

Novembernebel

Die Tage werden kürzer, der November ist schon mitten dabei, mit all seinem Grau und Nebel und Raureif schlechte Laune zu verbreiten. Ich friere und mag morgens gar nicht aufstehen, weil es im Bett viel besser ist als draußen. Ich muss aber: Die Kinder wollen zur Schule und in den Kindergarten und der Hund wartet auf seine Morgenrunde.

Also schäle ich mich morgens um halb sechs aus meinen Decken. Draußen ist noch alles still, und wenn ein Auto die stille Dorfstraße entlangrollt, macht mir das einen gemütlichen Schauer, weil ich mir vorstelle, wie kalt der Morgen draußen ist.

In meiner Küche ist es mollig warm und als erstes koche ich mir in meiner kleinen Espressokanne einen Kaffee, den ich mit warmer Hafermilch an meinem Küchentisch trinke.

Am Computer lese ich, was so auf der Welt passiert ist, schreibe mein Tagebuch und genieße diese Viertelstunde, bevor der Tag beginnt. Ganz still ist es, warm und dunkel.

Und so versöhne ich mich mit dem November: Der Kontrast von draußen und drinnen macht ein großes Gemütlichkeitsgefühl. Ich fühle mich wie ein Eichhörnchen in seinem Kobel, wie der Fuchs in seinem Bau.