Regentag

Seit gestern Abend pfeift der Wind ums Haus und Regen schlägt gegen die Fenster. Weil ich einen Hund habe, kann ich mich nicht drinnen verkriechen, sondern muss für lange, nasse Runden raus in die Natur.

Der Regen spielt. Mal ist er fein und sprüht mir ins Gesicht, mal klatscht er in dicken Tropfen auf meinen Kopf. Und der Wind tut es ihm nach, er kommt aus allen Ecken, pfeift und johlt und rüttelt an den Bäumen und Sträuchern. Es ist ein Schauspiel.

Warm und wetterfest angezogen lässt es sich bei diesem Wetter gut sein. Ich trabe über nasse Wiesen und wische mir ab und zu die Gischt aus den Augen. Wangen und Nase sind rot, die Hände habe ich tief in den Taschen vergraben.

Meine Labradorhündin findet das Wetter nicht weiter bemerkenswert. Sie ist ein Wasserhund, und ob das Wasser nun von oben oder von unten kommt, ist ihr egal. Sie zieht ihre Kreise um mich, jagt Fährten nach und ärgert die Krähen auf den Feldern.

Drinnen streife ich die nasse Jacke und die Gummistiefel ab, trockne mein Gesicht und mache mir eine große Tasse Tee. Ich mag Regentage.