Märchen

Wisst Ihr eigentlich, dass ich eine Märchenerzählerin bin? Ja! Ich schreibe gerade ein Märchenbuch, eines mit zauberhaften Geschichten aus dem Wendland. Da gibt es Prinzessinnen, natürlich. Und unglückliche Liebe, und Wölfe und unheimliche Moore und Prinzen aus Persien. Es ist eine Lust, das alles aufzuschreiben, erst recht, weil die wundervolle Anne Quadflieg die Illustrationen für meine Märchen macht.

Die kleine „Alte Jeetzel“-Verlagsbuchhandlung druckt uns das Büchlein, Stefan Dahlmann lektoriert die Geschichten, und wir saßen neulich zu dritt zusammen, sprachen über Formate, Farben und Sprachbilder, und es macht Spaß und ist schön und aufregend.

Heute habe ich das Märchen vom Safranprinzen aufgeschrieben, der bei einer weisen Zauberin aufwächst und am Ende sein Glück findet. So eine schöne Geschichte (finde ich!). Ich bin ganz beim Safranprinzen in diesem Moment und freue mich, dass er seine Erfüllung gefunden hat. Aber ich will nicht zu viel erzählen, ich will Euch nur neugierig machen auf ein kleines, feines Buch mit wunderschönen Illustrationen und magischen Geschichten.

Nun habe ich beim Schreiben schon wieder zu viel Wein getrunken. Das Schreiben ist ein bisschen wie eine Geburt (natürlich findet eine Geburt unter der Abwesenheit von Alkohol statt, aber sonst!), es tut weh, es ist schwer, aber am Ende bin ich ganz erfüllt, was da so herausgekommen ist bei dem ganzen Gezappel, an den Nägeln kauen, die Stirn runzeln und hektisch tippen.

Meine Freundin Nadja, treue Wegbegleiterin und kluge Ratgeberin sprach neulich die weisen Worte: „Du musst aufhören, beim Schreiben zu trinken, sonst hast Du am Ende vom Buch ein Alkohlproblem.“ Ja. Ist ja nur noch ein Märchen. Wenn ich meinen ersten Roman schreibe (den Anfang gibt es schon und auch den Plot!) dann trinke ich Tee. Bestimmt. Sicher.