Fuckyeah

Heute möchte ich mit meinem Blogbeitrag einmal etwas zur Bildung meiner geschätzten Leserschaft beitragen. Und bevor Ihr jetzt gähnend auf das kleine rote Kreuzchen drückt, haltet ein! Denn ich möchte Euch von einem Besuch berichten, der meinen Horizont erweitert hat.

Es ist ein bisschen peinlich, aber ich war noch nie in meinem ganzen langen Leben in einem Sexshop. Überhaupt war das Thema Sexualität jetzt nicht so im Fokus. Aber… Dinge ändern sich. Und auch als erwachsene Frau kann man ja hie und da mal schnuppern und probieren.

Meine Freundin Nadja ist ganz meiner Meinung, was diesen Themenkomplex angeht, und so fuhren wir am Samstag in die Hansestadt, um dort 1. meine geschätzte Friseurin aufzusuchen, 2. köstliches Sushi zu speisen und 3. diverse Sexshops zu besuchen, um mal zu schauen, was es so alles an Spielzeugen gibt auf dem bunten, silikonweichen und interessanten Markt.

Zunächst besuchten wir „fuckyeah„, einen feministischen Laden, der sich „Sexkollektiv“ nennt und in der Nähe des Gängeviertels liegt. Hier ist alles hübsch und ansprechend auf Holzpodesten angerichtet. Das Team ist freundlich entspannt und wir lernen, dass es Brausepulver für den Oralverkehr gibt, Lecktücher für safer sex und dass man einen Vibrator gar nicht zwangsläufig einführen können muss. Kondome gibt es im „fuckyeah“ in der passenden Größe für jeden Penis, in fairtrade und vegan! Wie herrlich! Ein sympathisches Pärchen ist mit uns im Laden und probiert schicke Lederhalsbänder an, eine Dame im Mantel entscheidet sich für einen Minivibrator im Lippenstiftformat.

Später dann schlendern wir über die Reeperbahn und landen in der berühmten „Boutique Bizarre“. Viel voller ist es hier, touristisch und natürlich irgendwie reeperbahnig. Es gibt wunderschöne japanische Aufliegevibratoren, kleine Eier, riesige Dildos und wahrscheinlich so ziemlich alles, was das Herz begehrt. (Ich bin an der Stelle eine eher bescheidene Person). Es gibt Lack und Leder und hohe Schuhe und Nadja und ich schauen und flanieren und fühlen uns wunderbar, und manchmal kichern wir albern.

Den lustigsten Moment des Nachmittags bescherte mir ein netter Verkäufer, der mir freundlich seine Hilfe anbot: „Sie laufen hier so im Kreis, kann ich Ihnen helfen?“ Die freundliche Frage führte dazu, dass ich hektisch mit den Händen wedelnd und „Neinnein, ich schaue nur!“ den Rückzug zu Nadja antrat. Sehr lustig und interessant.

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