Ode an den Spaten

Jetzt, wo die Tage wieder länger werden und der Frost nicht mehr in den Boden beißt, schicken alle, die so lange in der Erde geschlafen haben, ihre grüne Vorhut aus der Erde. Walderdbeeren, Phlox und Türkischer Mohn, Pulsatilla und auch der Giersch. Ganz harmlos hat er sich zwischen die Erdbeeren geschummelt, so dass ich ihn … [Weiterlesen…]

Winter im Wendland, und dann der Frühling

Der Künstlerhof, für den ich arbeite, hat immer mal nette Gäste. Im Moment wohnt dort ein Poet. Er heißt Jan Wagner und schreibt Gedichte, die die Dinge beschreiben wie sie sind ohne dabei nüchtern zu werden. Er schreibt Gedichte ganz nach meinem Geschmack. Nun sitzt er auf dem Künstlerhof in seinem Studierstübchen und arbeitet und … [Weiterlesen…]

Isegrimm

Hier im Wendland wird ja schon lange hin und her diskutiert, ob der Wolf nun hier leben darf oder nicht und wieviele Risse von Wild oder Nutztieren auf seine Kappe gehen. Wir besitzen zwei Hunde: einen Jack-Russell-Terrier (empfindsam, wasserscheu und freundlich) und seit ein paar Monaten eine Labrador-Hündin (etwas grobmotorisch, wasserliebend und ebenfalls freundlich). Kalle, … [Weiterlesen…]

Über die Tierliebe und ihre Folgen

Wer liebt es nicht, am Sonntagmorgen ein weich gekochtes Ei zu köpfen und das gelbe Dotter zu löffeln mit dem guten Gefühl, dass ein glückliches Huhn dieses Wunderwerk der Natur gelegt hat. So auch wir. Sechs Hühner und einen Hahn nennen wir unser Eigen. Julius und sein Harem Pieps, Gertrud, Ari, Bärli, Alma und Keine … [Weiterlesen…]

Dem Tode von der Schippe

Soeben komme ich von meiner täglichen Hunderunde zurück. Diesmal musste ich nicht um mein Leben fürchten. Vorgestern allerdings war es ziemlich knapp: Hinter unserem Grundstück liegt die Rinderweide vom benachbarten Bauernhof. Wir gehen auf unseren Spaziergängen gerne daran vorbei Richtung Wald. Auf der Weide steht eine bunt gemischte Mutterkuh-Herde mit Kälbchen und imposantem Bullen. Jedes … [Weiterlesen…]

Land unter

Es ist paradox: Hier scheint seit gestern die Sonne vom Himmel, es ist warm und schön. In Tschechien aber regnet es immer noch, und von dort her rollt eine Flutwelle die Elbe hinab. In Schnackenburg ganz im Südosten des Landkreises wird ihr Eintreffen am Sonnabend erwartet. Während Bayern und Sachsen bereits mit den Aufräumarbeiten nach … [Weiterlesen…]

Update

Nun ist es fast ein ganzes Jahr her, dass ich über unser Wendland-Abenteuer berichtet habe. Einiges ist inzwischen geschehen: Wir haben Löcher in Wände gerissen, einen Weg gepflastert, neue Hühner und ein putziger Hund sind eingezogen und wir haben die letzte Kulturelle Landpartie knapp überlebt. Vor allem aber habe ich inzwischen Fuß gefasst und arbeite … [Weiterlesen…]

Jetzt aber!

Neulich auf dem Klo, dem einzigen Ort in diesem Haus, an dem ich in Ruhe Zeitung lesen kann, las ich über die Princeton-Professorin Christy Wampole. Sie schrieb kürzlich in Berlin einen Essay wider die Ironie. Ihre Kritik: Die Hipster-Szene in Berlin verstecke sich hinter der Ironie. Nichts sei so gemeint wie es erscheine. Vintage-Kleidung, Schnauzbärte, … [Weiterlesen…]

Pechsträhne

Ihr lieben Tagebuchverfolger, jetzt könnt Ihr mal lesen, wie schnell die Dinge sich ändern können. Eben noch war alles prima: Finger alle dran, Leben schön, Haare tiptop, Auto heil. Und dann: Wollte ich Dummerchen unbedingt zu meinem Lieblingsfriseur in die Weltstadt Hamburg fahren. Ich hätte es nicht tun sollen. Alle inneren Stimmen plärrten im Chor: … [Weiterlesen…]

So.

Die Kinder schlafen, der Mann muss noch arbeiten, die Katzen sind draußen im Regen unterwegs, nasse Mäuse fangen. Da hab ich doch glatt mal Zeit, aufzuschreiben, was seit der Eiertragödie so passiert ist. Und das war nicht wenig! Zuerst kamen Künstler Uli nebst Frau Sabine zu Besuch und hängten Ulis Fotografien unter großem Gehämmer, Gemesse, … [Weiterlesen…]